1. Einleitung - Warum Field Service Management mehr ist als eine App
2. Wo hat das zweistufiges Service-Modell von Manroland Sheetfed seine Tücken?
3. Was waren die konkreten Probleme?
4. Wie konnte Manroland Sheetfed die Ursachen auflösen?
5. Warum der integrierter Ansatz gewinnt?
Die größte Hebelwirkung im Service liegt nicht im Umsatzwachstum, sondern in der konsequenten Verkürzung des Cash Conversion Cycles.
Für einen traditionsreichen Maschinenbauer (Gründung 1871, HQ Offenbach am Main, 1.420 Mitarbeitende) mit 120 Disponenten und rund 350 Technikern war die Erkenntnis klar: Nur durch gezielte Digitale Transformation und ein integriertes Field Service Management-Konzept lassen sich Cashflow, Termintreue und Kundenzufriedenheit nachhaltig sichern.
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© manroland sheetfed GmbH
In diesem Beitrag teilt Martin Rose von Manroland Sheetfed seine Erfahrungen zur Problemidentifikation, Lösungswahl und praktischen Umsetzung.
Hier können Sie außerdem die Präsentation zum VDMA-Erfahrungsaustausch mit Manroland Sheetfed kostenlos downloaden:
Manroland Sheetfed ist, mit über 40 Marktorganisationen (MO) mit eigener Vertriebs- und Serviceverantwortung, global aufgestellt.
Der größte Vorteil der großen globalen Abdeckung liegt in der lokalen Kundennähe. Der größte Nachteil bilden die hohen Koordinationskosten zwischen den MO.
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Das zweistufige Geschäftsmodell (HQ + lokale MOs) führte zu organisatorischen Reibungen, fragmentierten Systemlandschaften (ERP / CRM / FSM / PLM oft nicht integriert)
und damit zu zwei zentralen Schmerzpunkten:
Die Ursachen waren typisch für komplexe Serviceorganisationen mit mehreren Standorten: Medienbrüche, manuelle Arbeit, fehlende Transparenz über Kapazitäten und Skills zwischen MOs, sowie isolierte Planungsprozesse ohne Synergien.
Manroland Sheetfed entschied sich bewusst gegen oberflächliche Maßnahmen zur Problemidentifikation und setzte auf eine KPI-gesteuerte Ursachenanalyse.
Die Erkenntnis: Rechnungsverspätungen resultieren nicht primär aus Buchhaltungsprozessen, sondern aus fehlenden, fehlerhaften oder verspäteten Operativdaten (Stundenzettel, Service-Reports), einer fragmentierten Tool-Landschaft, einer erhöhten Durchlaufzeit und Fehleranfälligkeit — also Verlust von Operational Efficiency.
Gleichzeitig zeigte die Kapazitätsanalyse: Fachkräfte sind knapp, kurzfristiges Aufstocken kaum möglich. Der größte Hebel liegt in besserer Resource Planning und Workforce Scheduling — also darin, vorhandene Ressourcen global sichtbar und flexibel einsetzbar zu machen.
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Aus der Analyse entstand ein klares Zielbild:
als operatives Rückgrat für Dispatch mit Einsatzplanung und mobiler App für Servicetechniker
als „Gesicht zum Kunden“ mit Webshop, digitale Maschinenakte, Projektierung und Controlling.
eine Service Optimization entlang der gesamten Customer Journey, Stabilisierung des Cashflows und bessere Kundenerlebnisse.
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Nach Marktprüfung fiel die Wahl auf eine Kombination: Bauer+Kirch für die Entwicklung einer CSP inklusive Webshop und die von Bauer+Kirch entwickelte FSM-Plattform fieldux für die operative Planung von Serviceeinsätzen.
Entscheidendes Kriterium: ein Partner, der sowohl technologische als auch methodische Expertise liefert. Dadurch konnte Manroland Sheetfed die Schnittstellenrisiken minimieren und die Umsetzung beschleunigen.
Workshops mit Nutzerzentrierung, Customer Journey Mapping und frühe Mock-Ups stellten sicher, dass die Lösung für alle Beteiligten (von Technikern über Disponenten bis zu HQ-Managern) von Anfang an tatsächlich passt.
Die Workshops haben uns gezeigt, dass Bauer+Kirch nicht nur die Technologie liefert, sondern auch den methodischen Ansatz, der eine passgenaue, praxisnahe 360°-Serviceorganisation ermöglicht.
Die Einführung wurde schrittweise geplant:
Eine wesentliche Erkenntnis aus der Umsetzung: Integration ist ein kritische Erfolgsfaktor! Deshalb wurde eine klare Priorität auf Schnittstellen, Stammdatenqualität und Change Management gelegt.
(Mehr dazu lesen Sie hier: SAP Schnittstellenintegration bei manroland sheetfed.)
Der nächste geplante Meilenstein ist nun das Webshop Go-Live Anfang 2026 und der flächendeckende Einsatz von fieldux FSM über HQ und MO DE hinaus.
Die wichtigsten Learnings lassen sich so zusammenfassen:
Die Manroland-Story zeigt: Field Service Management und smartes Resource Planning sind mehr als Effizienzprojekte. Sie sind Hebel für Liquidität, Kundenzufriedenheit und strategische Wettbewerbsfähigkeit.
Wer die End-to-End-Prozesse digital abbildet, Medienbrüche eliminiert und Workforce Scheduling über Silos hinweg optimiert, gewinnt unmittelbare finanzielle Spielräume und stärkt langfristig die Marktposition.
Für Service-Organisationen, die an einem ähnlichen Punkt stehen, lautet die Kernbotschaft: Priorisieren Sie Integration, messen Sie richtige KPIs und denken Sie die digitale Transformation als ganzheitliches Service-Ökosystem und nicht als punktuelle Tool-Einführung.
Sie haben den Vortrag von Manroland Sheetfed zur Service Transformation beim VDMA verpasst und wollen noch mehr erfahren?
Hier können Sie die Präsentation kostenlos downloaden:
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