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Lesedauer:10min

Referenzbericht: FELSOMAT GmbH & Co. KG

ProductReference report
Kerstin Kolvenbach Bearbeitet: 2/23/2026Veröffentlicht: 2/10/2026

1. Unternehmensprofil FELSOMAT

FELSOMAT ist ein international agierender Maschinen- und Anlagenbauer. Die Lösungen des Unternehmens kommen in hochpräzisen, oft hochautomatisierten Fertigungsprozessen zum Einsatz – überall dort, wo Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit entscheidend sind.

Neben der Entwicklung und Produktion von Maschinen und Anlagen versteht sich FELSOMAT als Partner über den gesamten Lebenszyklus einer Maschine oder Anlage hinweg: von der Inbetriebnahme über Optimierungen im laufenden Betrieb bis hin zu Retrofit- und Modernisierungsprojekten. Ein leistungsfähiger Service ist dabei kein Zusatzangebot, sondern ein zentraler Baustein des Geschäftsmodells von FELSOMAT.

Die Rolle des Service
Sobald eine Anlage steht, entstehen beim Kunden in kurzer Zeit erhebliche Kosten. Entsprechend hoch sind die Erwartungen: Der Service muss schnell reagieren, technisch kompetent sein und sich reibungslos in die Abläufe des Kunden einfügen.

Mit qualifizierten Serviceteams, klar definierten Prozessen und einem tiefen Verständnis für die Produktionsumgebungen der Kunden sorgt FELSOMAT dafür, dass Anlagen nicht nur schnell wieder anlaufen, sondern über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg auf einem hohen Leistungsniveau betrieben werden können.

  • Gründung: 1981

  • Sitz: Königsbach-Stein (BW), Niederlassungen in den USA, Indien, China und Deutschland

  • Branche: Maschinenbau

  • Firmengröße: 400 Mitarbeiter

  • www.felsomat.com

© FELSOMAT GmbH & Co. KG

2. Ausgangssituation

Viel Engagement, viele Insellösungen
Für FELSOMAT müssen Serviceeinsätze nicht nur technisch funktionieren. Sie erfordern auch eine reibungslose Organisation im Hintergrund: von der Einsatzplanung über die Bereitstellung aller relevanten Informationen bis hin zur vollständigen Dokumentation und Abrechnung.

Vor der Einführung von fieldux wurde der Service und die Inbetriebnahme bei FELSOMAT durch Patchwork-Lösungen gesteuert:
Excel-Listen, E-Mails, unterschiedliche Vorlagen – viel Handarbeit, wenig Überblick. Um den Freigabeprozess der Montagebelege zu koordinieren, wurde bereits auf ein nur bedingt geeignetes Tool gesetzt. Die Zeiterfassung wurde über ein weiteres separates Tool oder handschriftliche Notizen erstellt. Nach Durchlauf des Freigabeprozesses mussten die dokumentierten Stunden an zwei separaten Stellen in SAP händisch eingepflegt werden.

Bei einem Team von 60 Technikern und Inbetriebnehmern und mehreren hundert Einsätzen im Jahr bedeutete das einen erheblichen Mehraufwand im Tagesgeschäft. Zeit, die eigentlich für Kunden und wertschöpfende Tätigkeiten gedacht war, floss in das Zusammenführen von Informationen, das Nachfassen bei Technikern und das manuelle Übertragen von Daten in unterschiedliche Systeme.

Identifizierte Herausforderungen:

  • Informationen wurden mehrfach eingetragen
  • Berichte kamen auf Papier, per Mail oder als Datei zurück in den Innendienst
  • Zeiten mussten von Hand in verschiedene Systeme gepflegt werden
  • Daten mussten aufwändig nachgepflegt werden

Die Service- und Inbetriebnahmeleiter investierten zu viel Zeit in die Administration – statt ins Kundenprojekt. Eine vollständige Historie? Nur mit Aufwand und Glück zu finden.

Der Service erkannte: Ein digitaler, durchgängiger Serviceprozess muss her. Nicht nur zur Vereinfachung der Abläufe, sondern auch, um bei gleichbleibender Personalstärke die Kosten im Griff zu haben und die Qualität hochzuhalten.

3. Projektworkshop

Vom Workshop zur passenden Lösung

Der Weg von FELSOMAT zu fieldux begann mit einem etwas anderen Thema. Auslöser war zunächst ein Angebot von Bauer + Kirch (dem Unternehmen hinter fieldux) für ein Kundenportal. In Gesprächen wurde jedoch deutlich, dass der eigentliche Hebel für Optimierungen zunächst im eigenen Haus liegt.
Um diesen Hebel sichtbar zu machen, fand ein Workshop zur „Digital Service Experience“ bei FELSOMAT statt.

Gemeinsam wurde der bestehende Service- und Montageprozess detailliert durchleuchtet:

  • Wo entstehen Medienbrüche – und warum?
  • Welche Informationen werden mehrfach erfasst?
  • Welche Tätigkeiten sind für Kunden wertvoll – und welche nur interner Aufwand?
  • Wo verliert der Prozess am meisten Zeit?

Das Ergebnis war eindeutig: Der größte Mehrwert würde entstehen, wenn FELSOMAT den Field Service Prozess, also den Weg vom Montage- und Serviceauftrag im ERP über die Planung bis hin zum Montagebericht und der Rückmeldung ins System, vollständig digital schließt.

Die Analyse ergab:
Durch den Zeitgewinn ist der ROI schnell erreicht:
Eingesparte Stunden: 199h / Monat
Entspricht einer Einsparung von: 6.196€ / Monat

Bevor wir an ein Kundenportal denken, mussten wir unseren eigenen Prozess vom Auftrag bis zum Bericht schließen. fieldux war dafür die passendste Lösung.

Daniel Gürth
Head of Service, FELSOMAT GmbH & Co. KG
Felsomat

Field Service Management im Fokus
Das Kundenportal rückte daher zunächst in den Hintergrund – wichtiger war eine tragfähige End-to-End-Lösung für den internen Field Service Prozess.

Evaluationsphase
In der anschließenden Evaluationsphase wurden verschiedene Ansätze betrachtet. Neben fieldux als spezialisierte Field Service Management Plattform für die Industrie standen auch andere Lösungsanbieter und konzerninterne Ansätze zur Diskussion.

Am Ende entschied sich FELSOMAT für fieldux FSM, weil die Lösung genügend Flexibilität bot und die internen Prozesse und Anforderungen am besten abbilden konnte.

fieldux FSM setzte sich durch, weil es:

  • schnell einführbar war und weiter mitwächst

  • genug Flexibilität bietet, um FELSOMAT-spezifische Prozesse abzubilden

  • den Fokus klar auf Field Service Management legt und dort ansetzt, wo Innendienst und Außendienst zusammenlaufen

  • durch seine ERP-Integration einen echten End-to-End-Prozess ermöglicht, statt eine weitere Insel zu schaffen

4. Zielbild

Ein digitaler End-to-End-Prozess
FELSOMAT wollte mehr als ein weiteres Tool: Ziel war ein Prozess von Anfang bis Ende, digital und für alle Beteiligten klar strukturiert. Innendienst und Außendienst sollten dabei auf einer gemeinsamen Datenbasis arbeiten. Verschiedene Tools für Teilschritte, Medienbrüche und doppelte Datenerfassung sollten der Vergangenheit angehören.

Gleichzeitig ging es darum, die Planung von Außendiensteinsätzen der Techniker und Inbetriebnehmer effizienter und wirtschaftlicher zu machen. Die vielen manuellen Zwischenschritte hatten nicht nur Zeit gekostet, sondern auch die Gesamtkosten pro Einsatz erhöht. Gesucht wurde daher eine Lösung, die Prozesse verschlankt, unproduktive Tätigkeiten reduziert und FELSOMAT hilft, die Profitabilität im Service langfristig zu steigern.

Nicht zuletzt spielte auch der Auftritt beim Kunden eine Rolle: Digitale, sauber strukturierte Montageberichte und gut vorbereitete Techniker, die alle Informationen in einer App dabei haben, vermitteln Professionalität und schaffen Vertrauen.

Zielbild: Die 5 ‚Must-haves‘ bei FELSOMAT

  1. Ein End-to-End-Prozess: Vom Serviceauftrag im ERP, über die zentrale Einsatzplanung,
    bis hin zum digitalen Montagebericht und der Rückmeldung ins ERP – ohne Medienbrüche in
    einem Tool.

  2. Eine echte Brücke zwischen Innendienst und Außendienst: Beide Bereiche sollten mit denselben, aktuellen Daten arbeiten, statt parallele Informationswelten zu pflegen.

  3. Weniger Overhead, geringere Gesamtkosten: Alle Aufgaben, die nicht direkt dem Kunden und der Lösung eines Problems dienen, sollten deutlich reduziert werden.

  4. Ein moderner, professioneller Auftritt beim Kunden: Digital erstellte, saubere Berichte statt uneinheitlicher Papierformulare.

  5. Ein skalierbares Fundament: Der Service als Ertrags- und Wachstumstreiber kann ausgebaut werden – ohne die Teams zu überfrachten.

© FELSOMAT GmbH & Co. KG

5. Lösung

Vom Wunschprozess zur gelebten Praxis
Der Schritt von der Theorie zur Praxis war bei FELSOMAT konsequent: Der Wunschprozess wurde gemeinsam im Team entworfen und mit allen Rollen, Anforderungen und Freigaben in eine Prozesskette gesetzt.

Ein Kernteam aus Innen- und Außendienstmitarbeitern arbeitete zunächst pilotartig mit dem Planner und der Mobile App, sammelte Erfahrungen und gab Feedback für die weitere Ausgestaltung der Lösung. Diese Phase war entscheidend, um die Lösung an den Alltag der Techniker und Disponenten anzupassen und um frühe Erfolgserlebnisse zu schaffen.

Das Pilotteam aus Innen- und Außendienst hat den Unterschied gemacht. Weil die Kollegen an der Lösung mitarbeiten konnten, war die Akzeptanz von Anfang an hoch.

Daniel Gürth
Head of Service, FELSOMAT GmbH & Co. KG
Felsomat

Einsätze werden digital geplant und dokumentiert. Die erfassten Zeiten werden im ERP-System an zwei separate Module (CS-Modul zur Abrechnung und HR-Modul zur Lohnabrechnung) übergeben. Dieser durchgängige Datenfluss ist das Rückgrat des neuen Serviceprozesses.

Das Pilotteam aus Innen- und Außendienst fungierte als Multiplikator und weitere Abteilungen wie die Inbetriebnahme und die Softwareabteilung wurden im nächsten Schritt eingebunden. Bei der Inbetriebnahme kamen zusätzliche Anforderungen hinzu, etwa in Bezug auf Baustellenverantwortung, projektbasierte Planung und Freigaberichtlinien. Diese wurden sukzessive umgesetzt.

IT und Datenschutz begleiteten das Projekt, und die Lösung wurde im internen „Digital Board“ vorgestellt, um auch die Geschäftsleitung mitzunehmen. Auf diese Weise konnten anfängliche Bedenken – etwa zur Frage, ob sich der Preis für die Software rechnet und ob sie tatsächlich genutzt wird – Schritt für Schritt ausgeräumt werden.

6. fieldux im Alltag bei FELSOMAT

Planner und Mobile App im Zusammenspiel
Im täglichen Serviceeinsatz zeigt sich, was fieldux wirklich bringt:
Im Innendienst laufen alle Fäden im fieldux Planner zusammen. Die Service- und Inbetriebnahmeleiter sehen auf einen Blick, welche Aufträge anstehen, wie die Teams ausgelastet sind und wer gerade unterwegs ist. Egal ob Eigenpersonal oder Dienstleister, alles lässt sich sauber planen und steuern.

Für die Techniker und Inbetriebnehmer im Außendienst ist die fieldux Mobile App zum unverzichtbaren Arbeitswerkzeug geworden. Jeder Einsatz, alle Daten zu Kunden und Anlagen, Checklisten und Aufgaben sind nun direkt auf dem Tablet oder Smartphone verfügbar. Zeiten und Berichte werden unterwegs erfasst. Es gibt keine Zettelwirtschaft und sogut wie keine ungeklärten Fragen oder langen Abstimmungen mehr. Der Bericht lässt sich vor Ort vom Kunden digital unterschreiben, bevor er automatisch an den Innendienst übergeben wird.

Für den Innendienst bedeutet das: Berichte und Zeiten liegen deutlich schneller und in einheitlicher Form vor. Aufwändiges Nachfassen, Entziffern von Handschriften oder manuelles Nachtragen entfällt.

Mit der ERP-Schnittstelle werden alle geprüften Daten wieder automatisch ins zentrale System übertragen – egal ob für die Abrechnung, das Controlling oder den Qualitätsnachweis.

Kurz zusammengefasst:

Service- und Inbetriebnahmeeinsätze bei FELSOMAT werden heute zentral geplant, digital dokumentiert und direkt ins ERP zurückgespielt.

Das Ergebnis:

  • Schnelle und zentrale Planung, digitale Dokumentation, direkte Rückmeldung

  • Deutlich weniger administrativer Aufwand für die Teams

  • Servicehistorie und Abrechnung auf Knopfdruck

  • Spürbar professionellerer Auftritt beim Kunden

7. Ergebnis

Zeitgewinn und mehr Professionalität
Schon nach kurzer Zeit konnte FELSOMAT messen, wie sich der neue Prozess im Alltag bemerkbar macht:

Übermittlung der Einsatzinformationen:

Da alle Daten zentral in der App bereitstehen, spart der Innendienst pro Einsatz
rund 10 Minuten
, die zuvor in E-Mails, Anhänge und Rückfragen flossen.

Prüfung der Berichte:

Ein einheitliches Format und die digitale Verfügbarkeit verkürzen die Prüfzeit im
Innendienst um etwa 5 Minuten pro Bericht.

Zeiterfassung und Stundenkontierung:

Durch die Schnittstelle werden Zeiten nur einmal erfasst und automatisch
übertragen – hier spart FELSOMAT im Durchschnitt etwa 20 Minuten pro Einsatz.

Ausfüllen und Einreichen des Montageberichts:

Mit strukturierten digitalen Formularen und vordefinierten Feldern sind die
Techniker im Schnitt etwa 10 Minuten schneller pro Einsatz.

FELSOMAT spart pro Einsatz 45 Minuten.
Zeit, die jetzt in wertschöpfende Aufgaben fließt!

Beim Kunden macht sich die Veränderung ebenfalls bemerkbar. Ein Techniker, der alle Informationen digital zur Hand hat, und ein sauber aufbereiteter Bericht, der am Ende des Einsatzes direkt unterschrieben werden kann, wirken professionell und zeitgemäß. Für FELSOMAT ist das ein wichtiger Baustein, um das Servicegeschäft als eigenständiges, profitables Standbein weiterzuentwickeln.

8. Ausblick

Ausbau des digitalen Servicefundaments

Die erfolgreiche Einführung von fieldux bedeutet für FELSOMAT nicht das Projektende, sondern ist der Startschuss für nächste Schritte im digitalen Service.

Gemeinsam wird die Lösung stetig weiterentwickelt.
Aktuell stehen zusätzliche Projektfunktionen auf der Agenda:

  • Speichern von Templates, um Projekte und deren Phasen für unterschiedliche Maschinentypen wiederzuverwenden

  • eine Schnittstelle zum Lesen von Netzplänen aus SAP mit automatischer Erstellung von Projekten

  • ein Soll-Ist-Abgleich mit Dokumentation von Mängeln, Aufgaben und Aufwänden zur besseren Kontrolle bei großen Service- und Inbetriebnahmeprojekten

  • ein Berichts-Konfigurator, mit dem individuelle Wartungschecklisten schnell, passgenau und individuell erstellt und modular zusammengebaut werden können

In Zukunft ist auch eine stärkere Einbindung der FELSOMAT-Kunden denkbar: z. B. mit Self-Service-Angeboten oder einem digitalen Kundenportal. Die Voraussetzung dafür – eine verlässliche, vollständig digitale Prozesskette im Hintergrund – ist mit fieldux geschaffen.

© FELSOMAT GmbH & Co. KG

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